Einträge von Rebecka

Creation Records und My Bloody Valentine: Als radikaler Lärm den Bankrott probte

Das Rauschen am Abgrund einer Epoche Als Loveless im November 1991 erschien, klang die britische Popmusik plötzlich wie aus ihrem eigenen Material herausgeschnitten. Gitarren waren hier keine bloßen Instrumente mehr, sondern bewegliche Oberflächen aus Tremolo, Rückkopplung, Verzerrung und Licht. Kevin Shields ließ die Konturen der Songs verschwimmen, ohne ihre emotionale Spannung zu verlieren. Unter der […]

Das verborgene Fundament: Wie Colm Ó Cíosóigs Drum-Loops Loveless schwerelos machten

Jenseits der Gitarrenwand Der Mythos von Loveless kreist fast zwangsläufig um Kevin Shields. Um die gleitenden Tremolo-Arm-Bewegungen, die zähflüssigen Gitarrenflächen, den flackernden Hall und jene Verzerrung, in der Melodie und Geräusch ihre Konturen verlieren. Doch die schimmernde Oberfläche dieses Albums ruht auf einem Fundament, das weit weniger sichtbar ist. Unter den Gitarrenwänden arbeitet ein Schlagzeug, […]

Das Phänomen Glide Guitar: Wie Kevin Shields das Taumeln zur Kunstform machte

Das Rauschen unter der Nadel und die Geburt eines Taumels Kaum ein Album der Gitarrengeschichte wurde so oft auf seine Oberfläche reduziert wie Loveless von My Bloody Valentine. In vielen Erzählungen erscheint das Werk von 1991 als monumentale Effektwand, als Ergebnis aus Fuzz, Hall und maximaler Lautstärke. Diese Beschreibung ist nicht falsch, aber sie greift […]

Der Hauch im Frequenzsturm: Wie Bilinda Butcher den Rockgesang neu erfand

Das Verschwinden des Egos im Frequenzgewitter Rockgesang war lange eine Bühne für Behauptung. Die Stimme stand im Zentrum, trug die Botschaft, markierte Persönlichkeit und verlangte nach Aufmerksamkeit. Lautstärke, Pathos und eine gut erkennbare körperliche Präsenz galten als Beweise musikalischer Autorität. Bilinda Butcher schlug mit My Bloody Valentine einen anderen Weg ein. Ihre Stimme wollte nicht […]

Loveless und die Entstehung eines Mythos: Die Odyssee der 19 Studio-Sessions

Das Rauschen im Vakuum eines Londoner Studios Zwischen 1989 und 1991 klang die britische Gitarrenmusik, als würde sie ihre eigene Oberfläche auflösen. Während Grunge, Madchester und klassischer Indie-Rock um Aufmerksamkeit rangen, entwarf My Bloody Valentine einen Klangraum, in dem Melodie und Übersteuerung nicht länger Gegensätze waren. Loveless, im November 1991 veröffentlicht, schien weniger aufgenommen als […]